#INSTA-BOOM. SOCIAL MEDIA MARKETING 2.0

Marie-Louise Schenk

Marie-Louise Schenk | 24.10.2014

Dass Social Media-Plattformen für moderne Kommunikation stehen, ist nicht neu. Seit Facebook, Twitter & Co. teilen Menschen ihr Leben mit „Freunden“ und „Followern“, posten oder kommentieren Bilder und Statusmeldungen.

Bereits jedes siebte deutsche Unternehmen folgt in Sachen Repräsentation und Marketing dem Trend und setzt auf Social Media. Steigende komplexe Kundenansprüche und der immer globalere Wettbewerb fordern dabei von führenden Unternehmen kundenzentriertes Marketing – service-, kanal- und unternehmensübergreifend.
Mit Instagram hat sich seit dem Launch am 10. Oktober 2010 eine App etabliert, die die Facebook-Idee sogar noch erweitert. Die kostenlose App erlaubt es, Marketing neu und anders zu inszenieren – eine Chance, die man nutzen sollte.
In nur vier Jahren konnte die App weltweit unglaubliche 218 Mio. registrierte Nutzer generieren. 3,5 Mio. davon allein in Deutschland – Tendenz steigend. 2013 verzeichnete Instagram laut GlobalWebIndex ein Nutzungs-Wachstum von 23 % und überholte dabei selbst Facebook (- 3 %).

Mit der Aufnahme, der Bearbeitung und dem Teilen von Fotos (seit 2013 auch Videos) bietet Instagram Privatanwendern und speziell Unternehmen eine Plattform für mediale Öffentlichkeitsarbeit. Über 20 Mrd. Fotos befinden sich derzeit auf dem Portal. 60 Mio. weitere kommen täglich dazu. Kein Zweifel also an der enormen Reichweite bei über 200 Mio. Nutzern.

Auch oder gerade deshalb führen immer mehr Unternehmen ein eigenes Instagram-Profil. Nicht nur, um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern, sondern auch um die Resonanz auf die geposteten Bilder und damit die Marke bzw. das Produkt direkt zu verfolgen. Dies bedeutet sowohl Integration mit populären Online- bzw. Mobile-Diensten, als auch die Förderung von Mobilität und Flexibilität. Eine Art Social Media-Marketing 2.0 sozusagen.

Privaten Nutzern (i.d.R. zwischen 16 und 24 Jahren) dient die Foto-App vor allem als modernes Self Marketing – zur Alltagsdokumentation, zur Inspiration und zur Selbstdarstellung durch „Selfies“. Um viele „Follower“ und „Likes“ zu gewinnen, bietet Instagram den Raum für kreative visuelle Ansprache und Erweiterung der Zielgruppen – für jeden Einzelnen aber besonders für Unternehmen.

Selbst etablierte Marken wie Nike oder Starbucks betreiben aktives Instagram-Marketing. Mit fast 3 Mio. (Nike) bzw. 2 Mio. (Starbucks) „Followern“ weltweit zählen sie zu den beliebtesten und am häufigsten in „Hashtags“ erwähnten Marken. Als Form der Verlinkung entsteht dadurch ein Netzwerk von Kunden und potentiellen Neukunden – schnell und quasi selbstlaufend. Der „Hashtag“ #Leipzig z. B. umfasst etwa 400.000 Beiträge.

Die Ursache für dieses einfache aber erfolgreiche Konzept liegt auf der Hand, genau gesagt im Auge: Laut Wissenschaft speichern Menschen Gelerntes zu über 80 % durch visuelle Prozesse, Text dagegen nur zu 20 %. Zukünftig dürften sich diesen Ansatz noch mehr Unternehmen zu Nutze machen. Die Haupt-Marketingziele, wie Umsatz, Markenpflege, Kundenbeziehungen und Kampagnenverbreitung, bleiben klar definiert. Durch die crossmediale Verknüpfung mit anderen Projekten und noch schnellere Reaktion auf aktuelle Trends und Entwicklungen, setzt Marketing über Instagram schließlich genau da an – mit Erfolgsaussichten.


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